Autogenschneidanlagen, Plasmaschneidanlagen, Laserschneidanlagen

Das thermische Schneiden (Autogenschneiden, Plasmaschneiden und Laserschneiden) wird in der Industrie zum wirtschaftlichen Trennen einer Vielzahl von Blechen, Stahlprofilen und Rohren eingesetzt.
Nenok als spezialisierter Gebrauchtmaschinenhändler verfügt über unterschiedliche gebrauchte Schneidanlagen - entweder als reine Autogen-Schneideanlage, als Plasma-Schneideanlage oder als Kombination aus beiden thermischen Schneidverfahren.

Autogenschneiden

Das Autogenschneiden ist ein zuverlässiger und kostengünstiger thermischer Schneidprozess. Die Verschleißteile wie Düsen und Brenner sind im Vergleich zum Plasma- und Laserschneiden relativ preisgünstig. Beim autogenen Brennschneiden erwärmt eine Flamme aus einem Gasgemisch das zu brennende Werkstück (Stahlplatte oder Stahlprofil etc.). Die Gas-Kombination aus Sauerstoff und dem Prozessgas (Propan, Azetylen, Erdgas, Mapp) erhitzt das zu schneidende Material bis zur Zündtemperatur von ca. 1200 Grad C (bei niedrig legiertem Stahl). Mit Erreichen dieser Temperatur am Werkstück wird der eigentliche Brennvorgang eingeleitet. Fast reiner Sauerstoff wird nun in die heiße Schneidfuge geleitet und somit die tieferen Werkstoffschichten erhitzt, wodurch diese den zu schneidenden Werkstoff in geschmolzene Schlacke verwandeln. Der Sauerstoffdruck befördert die Schlacke aus der Schneidfuge in den Absaugtisch. Die jeweiligen Schneidbrenner werden nach einem von der CNC Steuerung vorgegebenem Schnittbild über das Werkstück bewegt.

Autogen-Schneidmaschine

Die Autogen-Schneidanlagen sind geeignet zum Brennschneiden von dickeren Stahlblechen und Stahlplatten im Stahlbau, Stahlhandel, Maschinenbau und Schiffsbau. Üblicherweise kommen 1 bis 12 Autogen-Brenner bzw. eine Kombination aus Autogenbrennern und 1 bis 2 Plasma-Brennern zum Einsatz. Die  Autogen-Schneideanlagen oder die Kombination einer Autogen- und Plasmaschneidanlage sind die Basis eines jeden Stahlbaubetriebes und werden wirtschaftlich ab einer Materialstärke von 3 mm bis 300 mm eingesetzt. Durch die Verfügbarkeit von immer günstigeren und leistungsfähigeren Plasma-Schneidanlagen bzw. Kombinationen lohnt sich der Einsatz einer reinen Autogenschneideanlage oft erst ab einer Materialstärke von 30 mm.

Plasmaschneiden

Das Plasmaschneiden ist ein schneller thermischer Schneidprozess, der in der Stahlindustrie immer mehr an Bedeutung gewinnt und das Autogen-Schneiden ablöst. Beim Plasmaschneiden mit modernen Plasmaquellen werden wesentlich höhere Schnittgeschwindigkeiten erreicht. Bis zu einer Materialstärke von 40 mm (demnächst bis 50 mm) erreicht man beim Baustahl (und anderen leitenden Materialien) eine höhere Schnittgeschwindigkeit als beim Autogenschneiden. Beim Kauf einer Neumaschine setzten die meisten Stahlbauer vermehrt auf die Plasmatechnik. Diese schnelle Schneidtechnik findet daher Anwendung auf Portalschneidemaschinen, Blechbearbeitungszentren, Bohrbrennanlagen, Ausklinkanlagen und Rohrschneidemaschinen.

Durch den Einsatz moderner Plasma-Schneidquellen von Herstellern wie Kjellberg® mit dem System HiFocus und Hypertherm® mit dem System HyDefinition werden wesentlich bessere Schnittqualitäten auch bei dickeren Materialstärken erreicht. Zur Verfügung stehen Plasmaschneidsysteme von 100 Amp. bis 400 Amp. Leistung. Sind die Plasma-Schneidanlagen zusätzlich noch mit der True Hole bzw. Contour Cut Technologie ausgerüstet ist der Verlauf des Plasmaschnittes nur noch gering. Die Lochqualität und die Winkelgenauigkeit wurden um ein Vielfaches verbessert.

Die Wahl des jeweiligen Gases ist abhängig vom zu bearbeitenden Bauteil-Werkstoff. Bei der Verarbeitung von Baustahl, Aluminium und Edelstahl ist es möglich günstige Pressluft als Plasmagas einzusetzen. Um eine höhere Schnittqualität zu erreichen werden beim Plasmaschneiden von Aluminium oder Edelstahl auch die Gase Nitrogen oder ein Gemisch aus Argon und Wasserstoff eingesetzt.
Im Stahlbau ist jedoch der Einsatz von Sauerstoff weit verbreitet, auch wenn sich die Standzeit der Verschleißteile wie Schneiddüsen reduziert. Dafür erhöht sich jedoch die Schnittgeschwindigkeit und die Qualität des Plasmaschnittes wird verbessert. Der Schlackengrat verringert sich und somit der aufwendige Entgratungsvorgang.

Plasma-Schneidmaschine bzw. Plasma-Schneideanlage

Ist die zu trennende Materialstärke in der Mehrheit größer als 3 mm und kleiner als 60 mm Blechstärke wird je nach Verfügbarkeit der Maschinenausrüstung ein Plasmaschnitt eingesetzt. Die Plasma-Schneidmaschinen sind erheblich schneller und mit modernen Schneidquellen von Kjellberg® und Hypertherm® bis 60 mm Blechstärke genau und für viele Brennschneidbetriebe wirtschaftlich. Ein genauer Plasmaschnitt kann jedoch nur erreicht werden, wenn die Anlage auch eine präzise Führung des Portals und der Brennereinheit besitzt. Sehr wichtig ist ebenfalls ein stabiler Maschinen-Schneidtisch in Verbindung mit einem geeigneten Absaugtisch und einem leistungsfähigen Filtersystem. Die Filteranlage muss in der Lage sein, den giftigen Rauch und Staub präzise abzusaugen und zu filtern.

Die Plasma-Schneidsysteme werden von Herstellern wie Kjellberg® und Hypertherm® an die international bekannten Maschinenhersteller wie Ficep, Kaltenbach, Messer Cutting Systems, Zinser, Sato, MicroStep, ESAB, Vernet, MGM und Voortman geliefert und in die verschiedenen Schneidsysteme integriert. Durch die rasante technische Weiterentwicklung werden immer stärkere Materialien geschnitten sowie immer schnellere Schnittgeschwindigkeiten und höhere Schnittgenauigkeiten erreicht.

Rohr-Schneidmaschinen / 3D-Profilschneidmaschinen

Das thermische Schneiden von Rund-Rohren ist entweder mit einem Zusatzaggregat auf einer Portalbrennschneidmaschine möglich oder es werden Rohrbrennschneidmaschinen von Herstellern wie HGG, Müller Opladen, Voortman, Messer, MicroStep, Sato, ESAB und Zinser eingesetzt. Rohrbrennschneidmaschinen werden ebenfalls wahlweise mit Autogen-Brennschneidtechnik oder Plasma-Brenntechnik ausgerüstet.



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